Tiroler Vertragsbedienstetengesetz entlohnungsgruppe

Auftragnehmer fallen nicht unter die meisten arbeitsbezogenen Gesetze. Das bedeutet, dass sie keine Dinge wie Jahresurlaub oder Krankheitsurlaub bekommen, sie können keine persönlichen Beschwerden einbringen, sie müssen ihre eigene Steuer zahlen, und das allgemeine Zivilrecht bestimmt die meisten ihrer Rechte und Pflichten. Unternehmen müssen keine Auftragnehmerdatensätze führen. Die Eigentumsrechte an einem Auftragswerk gehören automatisch dem unabhängigen Auftragnehmer, wenn das Werk nicht in eine der neun oben genannten Kategorien fällt und der Auftragnehmer keine andere Vereinbarung unterzeichnet hat. Ein Arbeitgeber kann jedoch Eigentümer werden, wenn ihm der unabhängige Auftragnehmervertrag ausdrücklich die Rechte an allen im Rahmen oder gemäß der Vereinbarung ergangenen Arbeiten zuweist. Es ist äußerst wichtig, eine unabhängige Auftragnehmervereinbarung sehr sorgfältig zu lesen, bevor Sie unterzeichnen, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Rechte an wertvollem geistigem Eigentum nicht verschenken. In Österreich ist es nicht möglich, von Tarifverträgen abzuwählen, um Löhne unterhalb des tariflichen Niveaus zu zahlen. Der Tarifvertrag legt den Rahmen fest, in dessen Grenzen Arbeitsverträge über unternehmensspezifische Regelungen abgeschlossen werden können. Die so genannte “Verteilungsoption” berechtigt die Sozialpartner, sich auf eine Umverteilung eines bestimmten Betrags der Gesamtlohnsumme auf Unternehmensebene zu einigen. Dies kann vom Arbeitgeber flexibel auf bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern verteilt werden, und zwar nach bestimmten Kriterien, wie z. B. Ausgleich für sehr niedrige Einkommen, Prämien für hohe Leistungen oder Verringerung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles.

In Bezug auf diese Verteilungsoption ist eine Ausnahmeklausel in den Tarifverträgen enthalten, die besagt, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das zu verteilende Volumen verringert oder auf Null gesetzt werden kann. Unabhängige Auftragnehmer erbringen Waren oder Dienstleistungen gemäß den Bedingungen eines Vertrags, den sie mit einem Arbeitgeber ausgehandelt haben. Unabhängige Auftragnehmer sind keine Arbeitnehmer und fallen daher nicht unter die meisten Bundesarbeitsgesetze. Sie sind weder durch Titel VII vor Diskriminierung aufgrund des Erwerbsverhältnisses geschützt, noch haben sie Anspruch auf Urlaub nach dem Gesetz über den Familienurlaub. Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, unabhängigen Auftragnehmern Überstunden nach dem Fair Labor Standards Act zu zahlen oder Unterkünfte für Die Behinderungen eines Auftragnehmers gemäß dem Americans with Disabilities Act zur Verfügung zu stellen. Ein Arbeitgeber ist auch nicht verantwortlich für die Arbeitslosigkeit oder die Entschädigungsleistungen eines unabhängigen Auftragnehmers und ist nicht verpflichtet, einem unabhängigen Auftragnehmer eine Rente oder andere Beschäftigungsleistungen zu gewähren. Außerdem muss ein Arbeitgeber keine Arbeitssteuern für einen unabhängigen Auftragnehmer zahlen. Betrachtet man die Lohnentwicklung für alle Arbeitnehmer in Österreich (d.h.

auch für Arbeitnehmer mit instabilen und prekären Beschäftigungsverhältnissen, die in den in der nachstehenden Tabelle nicht berücksichtigtwerden) sind laut einer recht aktuellen Studie (Eppel et al. 2017) nur geringe Lohnerhöhungen zwischen 2000 und 2015 zu beobachten. Dieser vorsichtige Anstieg liegt den Forschern zufolge in einer Segmentierung des österreichischen Arbeitsmarktes in stabilen (d.h. ganzjährigen Beschäftigten) und instabilen (d.h. saisonal beschäftigten, mit Unterbrechungen beschäftigten) Beschäftigten. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten fällt in die letztgenannte Kategorie; Während die durchschnittlichen realen Bruttolöhne (d. h. inflationsbereinigt) zwischen 2000 und 2015 insgesamt um 6,2 % gestiegen sind, betrug der Anstieg bei den stabilen Beschäftigten über 7 %, und bei instabilen Beschäftigten stagnierten die Reallöhne (plus 0,3 %).

Die Zusammensetzung der beiden Arbeitsmarktgruppen hat sich in den letzten 15 Jahren geändert, auch aufgrund der Arbeitsmarktöffnung für Staatsangehörige aus mittel- und osteuropäischen Ländern in den Jahren 2011 und 2014; während im Jahr 2015 nur 44 % der ausländischen Arbeitnehmer ein stabiles Arbeitsverhältnis hatten, lag der Anteil im Jahr 2000 bei 53 %.

Previous Post Next Post